Hannover for Kobane

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Aufruf zum weltweiten Aktionstag für die Feierlichkeiten anlässlich des Welt-Kobane-Tages am 1. November

Am 15. September 2014 griff die dunkelste und unmenschlichste Gruppe der Welt, der sogenannte Islamische Staat (IS), die kurdische Stadt Kobane in Syrien an. Der IS führte diesen Angriff mit zuvor erbeuteten schweren Waffen der irakischen und syrischen Armee und der aktiven Unterstützung durch die Türkei, Katar und Saudi-Arabien durch.
Der IS stellte eine globale Gefahr für die gesamte Menschheit dar nachdem er große Teile des Irak und Syriens erobert hatte. Das Hauptziel dieser Organisation war es, ein sektiererisches System aufzubauen, das grundlegende Werte wie Demokratie, Freiheit und Gleichheit missachtet. Trotz alledem unterstützten zahlreiche Staaten den IS, um dadurch ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Der türkische Staat unterstützte den IS, um die kurdischen Fortschritte im Kampf um einen verbesserten Status in der Region einzudämmen. Katar und Saudi-Arabien unterstützten ihn aus sektiererischen Gründen. Einige westliche Mächte verschlossen wiederum ihre Augen aufgrund ökonomischer und hegemonialer Interessen. Mit dieser Unterstützung im Rücken setzte der IS seine schrecklichen Angriffe fort. Nicht nur in der Region, auf der ganzen Welt führte der IS diese Angriffe durch. Ein Konflikt mit hunderttausenden Toten entwickelte sich. Dieser Konflikt hat Millionen von Menschen vertrieben und zur von Hunger und Erschöpfung geprägten Migration gezwungen.

Der IS nahm insbesondere die Kurden und Frauen als Angriffsziele, um seine Schreckensherrschaft aufzubauen. Am 14. August 2014 griff der IS Sinjar (Shengal) an, tötete tausende Zivilist_innen und nahm über 5.000 ezdisische kurdische Frauen als Geiseln, um sie als Sexsklavinnen zu verkaufen.

Ermutigt durch den türkischen Staat machte der IS sich dann daran, die sekuläre, egalitäre und pluralistische Selbstverwaltung der Kurd_innen in Rojava anzugreifen. Am 15. September begann er mit den Angriffen auf die Stadt Kobane. Dieser Angriff zeigte, dass sich zwei gegensätzliche Positionen im Konflikt miteinander befanden. Auf der einen Seite stand das rückwärtsgewandte System des IS. Auf der anderen Seite befanden sich die Prinzipien der Kurd_innen, die sich an der Befreiiung der Menschheit, der Frauenbefreiung, Demokratie und Ökologie orientieren. In Kobane trafen diese beiden Seiten aufeinander.

Kobane wurde zu einem Symbol für alle fortschrittlich und demokratisch gesinnten Menschen, insbesondere für Frauen überall auf der Erde. Die Niederlage des IS in Kobane markierte den Anfang des Endes eines Albtraums und zerstörte den Mythos der Unbesiegbarkeit des IS.
Die Weltöffentlichkeit wurde Zeugin dieser Entwicklungen. Die Werte derer, die in Kobane Widerstand leisteten, insbesondere die Entschlossenheit der Frauen, wurden zu einem Hoffnungsschimmer gegen die Grausamkeit des IS. Als Antwort darauf kamen am 1. November, dem Welt-Kobane-Tag, Menschen auf der ganzen Welt zusammen, um den Frieden mit Liedern zu verteidigen und die Unterstützermächte des IS zu verurteilen. Die Frauen Kobanes, die Widerstandskämpfer_innen und die Öffentlichkeit, die sie unterstützte, hatten die Schreckensherrschaft des IS zerstört.

Heute ist Kobane befreit, aber der IS führt immer noch Angriffe mit der Unterstützung einiger Staaten aus. Wir rufen jeden dazu auf, am 1. November erneut zum Welt-Kobane-Tag zusammen zu kommen, den 3. Jahrestag des Sieges in Kobane zu feiern und ein starkes und entschlossenes Zeichen gegen die Barbarei des IS und seiner Unterstützer zu senden.

Lasst uns am Welt-Kobane-Tag am 1. November erneut auf die Straßen gehen und unsere Freiheitslieder singen, um ein System aufzubauen, das demokratische Prinzipien, Frauenbefreiung und Ökologie respektiert.
Erheben wir unsere Stimmen zur Unterstützung von Frieden und Freiheit am 1. November gegen diejenigen, die für ihre eigenen ökonomischen und imperialistischen Interessen Kriege befördern.

Gehen wir gemeinsam am Welt-Kobane-Tag auf die Straße, um das Ende aller reaktionären Kräfte und nationalistischer, sektiererischer und diktatorischer Bestrebungen der regionalen Staaten zu fordern.

Gehen wir auf die Straße, um die internationale Solidarität zu stärken.
Kobane Solidaritätskomitee – Europa

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